Betreuung einer älteren Frau mit Demenz durch eine 24-Stunden-Pflegekraft zu Hause

24-Stunden-Pflege bei Demenz: Betreuung zu Hause

Eine Demenzerkrankung verändert den Alltag der betroffenen Person und oft auch den der ganzen Familie. Mit der Zeit werden Orientierung, Haushaltsführung und viele alltägliche Aufgaben schwieriger. Gleichzeitig möchten viele Menschen so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung bleiben. Eine 24-Stunden-Pflege bei Demenz kann dabei unterstützen. Eine Betreuungskraft lebt mit im Haushalt und hilft im Alltag. Dadurch kann eine Demenz-Pflege zu Hause länger möglich bleiben. Außerdem werden Angehörige entlastet. Der Begriff „24-Stunden-Pflege“ ist zwar weit verbreitet, bedeutet aber keine Betreuung ohne Pausen. Betreuungskräfte brauchen geregelte Arbeits- und Ruhezeiten. Je nach Pflegebedarf kann zusätzlich ein ambulanter Pflegedienst sinnvoll sein.

Betreuung zu Hause bei Demenz

Die vertraute Umgebung kann Menschen mit Demenz Sicherheit geben. Das eigene Zuhause bietet bekannte Möbel, persönliche Gegenstände und gewohnte Abläufe. Dadurch fällt die Orientierung oft leichter.

Bei einer Demenzbetreuung zu Hause bleibt der Alltag möglichst vertraut. Feste Essenszeiten, Spaziergänge oder andere Routinen können zusätzlich helfen. Auch einfache Orientierungshilfen im Haushalt sind sinnvoll. Wie viel Unterstützung notwendig ist, hängt von der individuellen Situation ab. Manche Menschen brauchen anfangs nur Hilfe beim Einkaufen oder Kochen. Später kann deutlich mehr Begleitung notwendig werden.

Eine 24-Stunden-Pflege bei Demenz kann vor allem dann interessant sein, wenn stundenweise Hilfe nicht mehr ausreicht. Auch wenn Angehörige die Betreuung nicht dauerhaft allein leisten können, kann zusätzliche Unterstützung notwendig werden.

Aufgaben einer Pflegekraft bei Demenz

Eine Pflegekraft bei Demenz beziehungsweise Betreuungskraft unterstützt vor allem bei alltäglichen Aufgaben. Dazu gehören zum Beispiel die Haushaltsführung, das Kochen oder die Begleitung bei Spaziergängen. Auch beim Anziehen oder bei der Körperpflege kann sie helfen. Ebenso wichtig ist eine klare Tagesstruktur. Wiederkehrende Abläufe schaffen Orientierung und können den Alltag erleichtern.

Typische Aufgaben sind zum Beispiel:

  • gemeinsame Mahlzeiten,
  • regelmäßige Spaziergänge,
  • Begleitung zu Terminen,
  • Unterstützung im Haushalt,
  • Erinnerungen an feste Routinen,
  • gemeinsame Beschäftigungen.

Auch Aktivierung spielt eine wichtige Rolle. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Aktivitäten anzubieten. Vielmehr sollten Beschäftigungen zur Persönlichkeit und zu den Fähigkeiten des Menschen passen. Geeignet sind zum Beispiel Musik, Fotoalben, leichte Hausarbeiten oder Spaziergänge. Weitere Ideen finden Angehörige in unserem Ratgeber Die Kunst der Aktivierung von Menschen mit Demenz.

10 Regeln für den Umgang mit Demenz

Viele Angehörige suchen nach 10 Regeln im Umgang mit Demenzkranken, weil der Alltag zunehmend herausfordernd wird. Feste Regeln gibt es jedoch nicht. Jeder Mensch mit Demenz ist anders. Trotzdem können einige Grundsätze den Umgang erleichtern.

1. Ruhig und deutlich sprechen

Kurze und einfache Sätze sind oft leichter zu verstehen. Außerdem sollte die betroffene Person genug Zeit zum Antworten bekommen.

2. Blickkontakt herstellen

Sprechen Sie die Person möglichst direkt an. Blickkontakt hilft dabei, Aufmerksamkeit herzustellen und Sicherheit zu geben.

3. Nicht ständig korrigieren

Diskussionen über falsche Erinnerungen führen oft zu Frust. Deshalb ist es häufig besser, auf das Gefühl hinter einer Aussage einzugehen.

4. Gefühle ernst nehmen

Auch wenn eine Aussage sachlich nicht stimmt, kann das Gefühl dahinter sehr real sein. Angst, Unsicherheit oder Traurigkeit sollten deshalb ernst genommen werden.

5. Gewohnte Abläufe erhalten

Feste Routinen erleichtern die Orientierung. Mahlzeiten, Spaziergänge oder Ruhezeiten sollten daher möglichst regelmäßig stattfinden.

6. Entscheidungen vereinfachen

Zu viele Möglichkeiten können überfordern. Zwei klare Optionen sind oft leichter als eine offene Frage.

7. Selbstständigkeit erhalten

Menschen mit Demenz sollten Aufgaben weiterhin selbst übernehmen, wenn sie dazu in der Lage sind. Das stärkt vorhandene Fähigkeiten und das Gefühl von Selbstbestimmung.

8. Reize reduzieren

Viele Geräusche und Gespräche gleichzeitig können Unruhe verstärken. Eine ruhige Umgebung kann deshalb hilfreich sein.

9. Vertraute Beschäftigungen nutzen

Bekannte Tätigkeiten geben Sicherheit. Dazu können Musik, Kochen, Gartenarbeit oder das Anschauen alter Fotos gehören.

10. Eigene Grenzen ernst nehmen

Auch Angehörige brauchen Unterstützung und Pausen. Dauerhafte Betreuung kann körperlich und emotional sehr belastend sein.

Entlastung für Angehörige

Wenn bei Demenz Angehörige überfordert sind, passiert das häufig schrittweise. Anfangs übernehmen Familien vielleicht nur Einkäufe oder Arzttermine. Später kommen weitere Aufgaben hinzu. Besonders belastend können nächtliche Unruhe, ein hoher Beaufsichtigungsbedarf oder Veränderungen im Verhalten sein. Gleichzeitig müssen viele Angehörige Beruf, Familie und Alltag organisieren. Deshalb ist Hilfe bei Demenz für Angehörige besonders wichtig. Entlastung kann unterschiedlich aussehen. Möglich sind zum Beispiel Beratungsangebote, Tagesbetreuung, ambulante Pflegedienste oder eine Betreuungskraft im eigenen Zuhause. Eine 24-Stunden-Pflege bei Demenz kann viele alltägliche Aufgaben übernehmen. Dadurch müssen Angehörige nicht jede organisatorische Aufgabe selbst erledigen. Mehr zu den allgemeinen Vorteilen dieses Betreuungsmodells erfahren Sie auf unserer Seite Vorteile der 24-Stunden-Pflege.

Betreuungsmöglichkeiten bei Demenz

Nicht jede Familie benötigt sofort eine umfassende Betreuung. Welche Lösung passt, hängt vor allem vom Unterstützungsbedarf ab. Eine Tagesbetreuung bei Demenz zu Hause oder stundenweise Unterstützung kann ausreichen, wenn nur zu bestimmten Zeiten Hilfe notwendig ist. Ambulante Pflegedienste können zusätzlich pflegerische Aufgaben übernehmen. Auch Angehörige bleiben häufig Teil der Betreuung.

Mit zunehmender Demenz kann der Unterstützungsbedarf jedoch steigen. Dann wird oft mehr Hilfe bei der Haushaltsführung, Körperpflege und Tagesstruktur benötigt. In solchen Situationen kann eine Betreuungskraft im Haushalt eine zusätzliche Möglichkeit sein. Eine Demenzbetreuung zu Hause lässt sich außerdem mit einem ambulanten Pflegedienst kombinieren.

Welche Kombination geeignet ist, hängt immer von der individuellen Situation ab.

Kosten der Betreuung zu Hause

Die Kosten der Demenz-Pflege zu Hause lassen sich nicht pauschal angeben. Sie hängen unter anderem vom Betreuungsbedarf und vom gewählten Modell ab. Bei einer 24-Stunden-Betreuung können zum Beispiel Deutschkenntnisse, Erfahrung und Anforderungen an die Betreuungskraft die Kosten beeinflussen. Zusätzlich können Pflegebedürftige je nach Pflegegrad Leistungen der Pflegeversicherung erhalten. Welche Leistungen im Einzelfall infrage kommen, sollte individuell geprüft werden. Das Pflege-Institut Weindl ermittelt deshalb zunächst gemeinsam mit der Familie den konkreten Betreuungsbedarf. Anschließend können passende Betreuungskräfte vorgeschlagen und die Kosten transparent besprochen werden.

Fazit: 24-Stunden-Pflege bei Demenz

Eine Demenzerkrankung stellt Familien häufig vor große organisatorische und emotionale Herausforderungen. Gleichzeitig möchten viele Betroffene weiterhin im eigenen Zuhause leben.

Eine 24-Stunden-Pflege bei Demenz kann dabei helfen, den Alltag zu strukturieren und Unterstützung im Haushalt zu bieten. Eine feste Betreuungsperson kann außerdem Sicherheit und Orientierung schaffen. Entscheidend ist jedoch immer die individuelle Situation. Persönlichkeit, Stadium der Demenz und vorhandene Fähigkeiten sollten bei der Auswahl einer Betreuungskraft berücksichtigt werden.

Das Pflege-Institut Weindl vermittelt seit mehr als 220 Jahren Betreuungskräfte aus Polen für die häusliche Betreuung. Gerne beraten wir Sie persönlich dazu, welche Form der Demenz-Pflege zu Hause zu Ihrer familiären Situation passen kann.

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